Ron Jeremy – die Legende
Eine Legende, die stellt er wohl auf alle Fälle dar. Ron Jeremy, der Mann der immer kann, der sogar in der Lage ist, sich selbst einen zu blasen, der an einem Vormittag vierzehn Mädchen beglückt.
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In “Porn Star: The Legend of Ron Jeremy”, einem autobiografischen Film, erzählt er ganz locker aus seinem bewegten Leben.
Ganz unverblümt und offen und offen geht er den Leser an, nur selten sind Details zu peinlich. Mit Ratschlägen ist er schnell zur Hand, der Mann, der in über 1700 Filmen Beischlaf betrieben hat, wenn auch nur selten unter seinem eigenen Namen. Denn das ist eines seines Faibles: Alibis, Künstlernamen. Unter mehr als zwanzig Pseudonymen arbeitete er. Doch nicht nur als Akteur war der „berühmteste Pornodarsteller“ der Welt in der Filmbranche tätig. In über hundert Filmen führte er selbst Regie, eine Tätigkeit, die ihn, in den prüden Siebzigern in den USA, auch einmal ins Gefängnis brachte.
The Legend of Ron Jeremy
Wen wunderts, denn auch in der filmischen Autobiografie “The Legend of Ron Jeremy” nimmt der Pornostar, mit einer Figur, die etwas dicklich erscheint, Schnauzer, ein rundes, freundliches Gesicht – ein Bonvivant ganz offensichtlich – nur selten ein Blatt vor den Mund. Um das „Eingemachte“ geht es ihm, um das, was sein Leben ausmacht. Sex.
Wer sich den Film angesehen hat, weiß Bescheid. Über Tuten und Blasen und Viagra. Und der Dinge mehr.
Von süßen Siebzehn bis zu abgeklärten Fünfundachtzig, Ron Jeremy ließ nach seinen Aussagen nichts anbrennen.
Und man könnte es ihm glauben. Denn abgeklärt, wissend sieht er aus. Er ist ein wenig der sympathische Typ eines braun gebrannten Mafiabosses, ein wenig der genusssüchtige, distinguierte Industrielle, zu großen Teilen der frivole Playboy.
Außerhalb des Genres
Und gewiss auch Schauspieler. Denn ihn auf das zu reduzieren, was er seine Karriere lang hauptsächlich getan hat, die Arbeit in und mit Pornofilmen nämlich, träfe nicht den Kern der Dinge. Ron Jeremy stellte seinen Mann ebenso in Filmen außerhalb des Genres. So mimte er in Produktionen wie „Der blutige Pfad Gottes“, „Crank II“, „Ronin“ oder „Killing Zoe“. Auch wenn kein berühmter Schauspieler des Kinos aus ihm geworden ist, den Versuch sich zu etablieren, hat er immer wieder getan. Sein Erfolgsgarant blieb jedoch die enorme Länge seines Penis „Fünf Zentimeter – bis zum Boden“ scherzt er gerne. Ein Foto seines besten Stückes verhalf ihm einst zum Einstieg in die gewinnträchtige Branche.
Mit Belobigungen, Preisen und Awards kann er durchaus auftrumpfen. Die Adult Film Association of America zeichnete ihn ebenso aus wie die XRCO, die X-Rated Critics Organization, eine amerikanische Organisation von Kritikern pornografischer Filme, er erhielt den F.A.M.E. Award für Favorite Adult Actor.
Eigentlich überhaupt nicht der Prototyp des Pornostars, eher klein, stark behaart, etwas füllig, hat Ron Jeremy Hyatts, der smarte Sexdarsteller mit dem Spitznamen „Hedgehog“ also Igel, es geschafft. Und diese Tatsache unterstreicht er auch gern.